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Wie wählt man ein Kinderfahrrad aus

Du fragst dich, welches Fahrrad du für dein Kind wählen sollst und worauf du bei der Auswahl achten solltest? Wir versuchen, dir zu helfen und dich zu beraten.

Die Auswahl eines Kinderfahrrads bringt Freude, aber auch ein wenig Sorge mit sich. Schließlich ist bei Kindern alles etwas spezieller. Du möchtest, dass das Fahrrad nicht zu groß ist, aber auch nicht nach kurzer Zeit schon wieder zu klein. Vielleicht weißt du noch nicht genau, ob deinem Kind das Radfahren überhaupt Spaß machen wird. Zudem sind die heutigen Möglichkeiten sehr vielfältig, was einerseits hilft, die Auswahl perfekt anzupassen, sie andererseits aber auch erschwert, wenn man sich im Angebot nicht so gut auskennst oder nicht genau weißt, welche Eigenschaften du benötigst. Genau dabei soll dir dieser Artikel bei der grundlegenden Auswahl helfen.

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💡 Tipp: Der wichtigste Parameter ist nicht die Körpergröße des Kindes, sondern die Innenbeinlänge. Während die Gesamtkörpergröße nur ein Richtwert ist, bestimmt die Beinlänge vom Schritt bis zum Boden (der sogenannte Inseam), ob das Kind sicher den Boden erreicht und ob die Rahmengeometrie eine natürliche Sitzposition ermöglicht. Bei der Auswahl sportlicherer Modelle achten wir heute auch stark auf ein geringes Gewicht – ein ideales Kinderfahrrad sollte nicht mehr als 35–40 % des Körpergewichts des Kindes wiegen.

Im folgenden Artikel werden wir alles detaillierter besprechen.

Die richtige Größe ist entscheidend

Beginnen wir ganz von vorne. Das Wichtigste bei Kinderfahrrädern ist die Wahl der richtigen Größe. Dabei geht es weniger um den Rahmen selbst, als vielmehr um die Laufräder, die im Grunde den Ausgangspunkt bilden. Gerade nach der Laufradgröße findest du die Fahrräder auch bei uns im MTBIKER Online-Shop unterteilt.

Selbstverständlich gibt es immer einen bestimmten Bereich. Wenn wir genauer hinschauen, überschneiden sich die Grenzwerte sehr oft. Darauf kommen wir später noch zurück; die Tabelle dient der ersten Orientierung, mit der du die Auswahl eingrenzen kannst.

Größentabelle für Kinderfahrräder
Das Alter ist natürlich nur ein Richtwert, da jedes Kind anders ist. Deshalb ist es ratsam, die Körpergröße zu berücksichtigen, und ein weiterer Schlüsselwert ist der Abstand vom Schritt zum Boden (oft als „Inseam“ bezeichnet). Zieh dem Kind vor dieser Messung Schuhe an und nutze beispielsweise ein Buch, das du an die Wand anlegst. So kannst du überprüfen, ob das Kind überhaupt den Boden erreicht – das gilt insbesondere für die Kleinsten.

Wenn sich deine Auswahl eingegrenzt hat, ist die beste Hilfe anschließend die Möglichkeit, das Fahrrad auszuprobieren. Einfach gesagt, das Kind muss sich darauf wohl und sicher fühlen.

Ein guter Indikator für die richtige Größe ist, dass im Stand mit gespreizten Beinen eine Faust zwischen das Oberrohr und den Schritt des Kindes passt. Wenn du das Fahrrad online kaufst, ist es ideal, das Kind zu messen und dich irgendwo in der Mitte des empfohlenen Bereichs zu bewegen. Genau aus diesem Grund „überschneiden“ sich die Größen innerhalb der Empfehlungen, damit du nicht genau an der Grenze zwischen zwei Größen landest (siehe Tabelle oben).

12-Zoll- und 14-Zoll-FahrradKinderfahrrad

Wie wäre es mit einem direkt größeren Fahrrad?

Vielleicht denkst du jetzt, dass es besser wäre, ein etwas größeres Fahrrad zu kaufen, damit das Kind hineinwachsen kann. In der Vergangenheit war dies eine sehr gängige Praxis, hauptsächlich weil es im Grunde keine Auswahl gab. Doch diese Strategie birgt ein Risiko – das Kind hat möglicherweise lange Zeit keine Freude und keinen Spaß am Fahrrad.

Wenn das Fahrrad zu groß ist, wird es schwierig zu handhaben sein, wodurch auch die Fahrsicherheit erheblich sinkt. Deshalb ist es gut, ein passendes Fahrrad zu wählen. Heutzutage ist es von Vorteil, dass Kinderfahrräder relativ einfach verkauft werden können, zum Beispiel auch bei uns im MTBIKER Kleinanzeigenmarkt. Und meistens sind sie schnell „vergriffen“...

12-Zoll-Fahrräder und Laufräder

Beginnen wir mit der Kategorie für die Allerkleinsten. Hier kommen zwei Varianten in Frage: ein Laufrad oder das kleinste Fahrrad mit Pedalen. Wenn das Kind die Pedale nicht erreicht oder Sie einfach befürchten, dass es das Fahren noch nicht beherrscht, ist ein Laufrad die ideale Lösung. Man könnte sagen, dass ein Laufrad für die meisten kleinen Kinder das ideale erste „Fahrrad“ sein wird. Sie können darauf schon vor dem zweiten Geburtstag fahren.

Kinder schätzen am meisten die Einfachheit beim Lernen und die gute Manövrierfähigkeit.

Natürlich ist es entscheidend, dass sie bereits den Boden erreichen können, wobei heutige Laufräder eine einstellbare Sattel- oder Lenkerhöhe haben. Dadurch halten sie relativ lange, bis die Kinder Sicherheit oder den Wunsch entwickeln, auf ein Fahrrad mit Pedalen umzusteigen. Oder bis sie einfach herausgewachsen sind...

Laufräder ähneln sich weitgehend, in den meisten Fällen haben sie einen Raddurchmesser von 12 Zoll (es gibt auch noch kleinere Modelle für ganz kleine Kinder). Sie unterscheiden sich im Preis, wobei man bei den teureren Modellen sehr oft interessante Merkmale findet. Zum Beispiel einen leichten Rahmen aus Aluminiumlegierung, voluminösere Reifen, eventuell Fußstützen, auf denen das Kind die Füße abstellen kann, oder sogar eine Bremse.

Kleiner Radfahrer auf einem WaldwegKleiner Radfahrer auf einem Waldweg mit Hundefreund

Diese ist definitiv nicht notwendig, das Kind wird ohnehin hauptsächlich mit den Füßen bremsen, kann aber zur Gewöhnung dienen. Zudem können heutige Laufräder, wie zum Beispiel das Kiru Race, dank voluminöserer Reifen auch leichtes Gelände bewältigen, wo eine zusätzliche Bremse nützlich sein kann.

Bei 12-Zoll-Fahrrädern mit Pedalen finden Sie sehr oft auch abnehmbare Stützräder. Sie können diese vom Fahrrad abmontieren oder durch deren Neigung die „Unterstützung“ beim Fahren anpassen. Diese Fahrräder sind eingängig, haben also keine Schaltung und bremsen oft durch Rücktritt.

Kinderfahrrad mit Stützrädern
Kinder schätzen am meisten die Einfachheit beim Lernen und die gute Manövrierfähigkeit. Die Fahrräder sind mit einem Kettenschutz ausgestattet, sodass kein Kontakt droht, und auch Lenkerendenschützer fehlen nicht. Diese sind im Falle eines Sturzes nützlich, da sie die Hände schützen, und es ist auch viel unwahrscheinlicher, dass dem Kind der Lenker aus den Händen rutscht.

Kettenschutz und spezielle Griffe am KinderfahrradBremse am Kinderfahrrad

Die Fahrräder ermöglichen die Einstellung der Sattelhöhe, aber sehr oft auch der Lenkerhöhe. Dadurch passen sie sich leicht dem schnellen Wachstum des Kindes an.

Kinderfahrrad

14-Zoll-Fahrräder

Wenn dein Kind etwas größer ist oder das Fahren auf dem Laufrad „wie geschmiert“ lief, kannst du für das erste Fahrrad zu einer 14-Zoll-Version greifen. Sie haben im Grunde genau die gleichen Eigenschaften und grundlegenden Konstruktionselemente wie 12-Zoll-Fahrräder, sehr oft findet man sie aber bereits ohne seitliche Stützräder.

Ein Unterschied ist auch, dass Fahrräder in dieser Größe sehr oft nicht mehr ausschließlich per Rücktritt bremsen, sondern einen sogenannten Freilauf und zwei unabhängige Bremsen haben können, wie bei klassischen Fahrrädern.

14-Zoll-FahrradRad eines Kinderfahrrads

16-Zoll-Fahrräder

Es kann leicht passieren, dass nach dem Laufrad die 16-Zoll-Version das erste Fahrrad mit Pedalen ist – besonders wenn sich das Kind auf dem Laufrad immer noch am wohlsten fühlt oder du ihm das erste Fahrrad erst in einem späteren Alter (etwa 5 - 8 Jahre) kaufst.

Es sind immer noch ausgezeichnete erste Fahrräder zum Lernen, auch für etwas ältere Kinder. Man findet sie auch mit seitlichen Stützrädern, mit Rücktrittbremse, aber auch mit Freilauf und zwei unabhängigen Bremsen für Fortgeschrittenere. Entscheidend ist vor allem, ob das Kind ein absoluter Anfänger ist oder bereits zuvor Fahrrad gefahren ist.

16-Zoll-Kinderfahrrad16-Zoll-Kinderfahrrad

20-Zoll-Fahrräder

Bei Kinderfahrrädern ist gerade das geringe Gewicht ein sehr wichtiger Faktor, da es einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl hat.
In dieser Kategorie wird es bereits interessanter, da sich die Fahrräder stärker auf spezifische Anforderungen „spezialisieren“ und Sie hier eine breite Auswahl an Modellen finden. In dieser Kategorie sind einige Modelle bereits stärker auf das Fahren im Gelände ausgerichtet, man findet an ihnen sogar Federgabeln. Es muss jedoch sofort erwähnt werden, dass, wenn dein Kind noch keine wirklichen Ambitionen und Fähigkeiten hat, anspruchsvolleres Gelände zu bewältigen, der bessere Weg immer noch die Einfachheit und das geringere Gewicht einer klassischen Starrgabel ist.

Kinderfahrrad Marin
Einen großen Unterschied beim Fahren machen die Gänge. Hier hast du bereits die Möglichkeit, Modelle mit Schaltung zu wählen. Wenn dein Kind Lust und Ambitionen hat, mehr zu fahren, ist es besser, zu einem Fahrrad mit Schaltung zu greifen, was die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Im Gegenteil, wenn das Kind das Fahrrad eher zum Spaß und für alltägliche Fahrten möchte, greife ruhig zu einem Fahrrad mit einem Gang – die anschließende Wartung ist viel einfacher.

Kinderfahrrad MarinKinderfahrrad Marin

Ein wichtiges Element sind die Bremsen, bei denen du bereits aus 2 Optionen wählen kannst. Auch hier entscheidet der Einsatzzweck, wobei für den normalen Gebrauch die klassischen (Felgen-)Bremsen immer noch mehr als ausreichend sind und erst ambitionierte „Downhiller“ die Kraft von Scheibenbremsen oder sogar hydraulischen Scheibenbremsen zu schätzen wissen. Auch hier gilt, dass der Preis für mehr Leistung auch ein anspruchsvollerer Service und ein etwas höheres Gewicht sein wird.

Kinderfahrrad MarinKinderfahrrad Marin

Geringes Gewicht ist wichtig

Bei diesen Fahrrädern können wir kurz innehalten und einen wichtigen Faktor erwähnen. Das ist das geringe Gewicht, das einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl hat. Kinder sind kleiner und spüren daher jedes zusätzliche Kilogramm, nicht nur beim Fahren, sondern auch beim Handling. Teurere Modelle konzentrieren sich daher genau auf die Gewichtsreduzierung.

Bei einem Fahrrad für Erwachsene ist ein Unterschied von 2 kg fast vernachlässigbar, aber bei einem 20 Kilogramm schweren Kind ist das ein entscheidender Faktor. Stell dir vor, du als 80 kg schwerer Fahrer hättest ein Fahrrad, das 25 kg wiegt. So fühlt sich ein Kind auf einem billigen Stahlfahrrad. Versuche daher, nach leichten Aluminiumlegierungen Ausschau zu halten (achte auf Bezeichnungen wie zum Beispiel dreifach konifiziertes Aluminium).

Wichtig sind auch die Komponenten – oft sind es gerade schwere Lenker oder Sattelstützen aus Stahl, die das Gewicht erhöhen. Moderne Kinderfahrräder (wie Modelle von Premium-Marken) verwenden Duraluminium-Komponenten, die an die kindliche Anatomie angepasst sind.

Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Federung oder die erwähnten hydraulischen Bremsen zu wählen, wenn das Ziel ein Fahrrad für Spaß und alltägliche Fahrten ist. Dafür ist immer noch Zeit, wenn das Kind keine ausgeprägten Ambitionen hat, in anspruchsvollem Gelände zu fahren, oder die betreffenden Komponenten nicht ausdrücklich wünscht. 🙂

KinderfahrradKinderfahrrad

24-Zoll-Fahrräder

Man könnte sagen, dass diese Fahrräder bereits eine Art „Miniatur“ klassischer Erwachsenenfahrräder sind, nur mit dem Unterschied, dass das Kind bessere Manövrierfähigkeit und Anpassung an seine Körpergröße hat.

Kinderfahrrad
Sie bilden bereits eine Art Übergangsstufe, bei der der geplante Einsatzzweck eine wichtige Rolle spielt. Hat das Kind Lust, mehr im Gelände zu fahren, auf Trails zu springen oder eher nur zum Spaß in der Umgebung herumzufahren? 🙂

Wenn Sie in nichts anderes mehr investieren möchten, ist ein Helm buchstäblich ein „Must-have“.
Die Komponenten sind bereits an den spezifischen Einsatzzweck angepasst. Wenn es das Kind mehr ins Gelände als in die Stadt „zieht“, zögere nicht, die Auswahl entsprechend anzupassen, da die Fahreigenschaften diametral unterschiedlich sein werden. Das Kind ist bereits größer und stärker, daher macht ein wenig zusätzliches Gewicht zugunsten von Komfort und Robustheit Sinn (insbesondere Federung oder Scheibenbremsen).

KinderfahrradKinderfahrrad

Im Gegenteil, wenn das Kind eher schnelle Fahrten in der Umgebung bevorzugt, wird es sich unnötig mit einem schweren Fahrrad „abmühen“ und viel mehr die Leichtigkeit und sportlichere Geometrie schätzen. Besonders dann, wenn ihr gemeinsam auch längere Ausflüge unternehmen möchtet.

KinderfahrradKinderfahrrad

26- und 27,5-Zoll-Fahrräder

Wenn dein Kind bereits zu groß für 24-Zoll-Modelle ist, ist es ratsam, zu 26-Zoll-Fahrrädern zu greifen. Was sie in dieser Kategorie noch von klassischen Erwachsenenfahrrädern unterscheidet, sind verfügbare kleinere Rahmengrößen (13 oder 15,5 Zoll), aber auch spezifisch angepasste Komponenten – zum Beispiel eine Federgabel, die auf das geringere Fahrergewicht abgestimmt ist. Bei der Auswahl gilt dasselbe, was wir bei den 24-Zoll-Modellen geschrieben haben.

KinderfahrradKinderfahrrad

Eine spezifische Kategorie sind Fahrräder mit 27,5 Zoll Raddurchmesser, deren größter Vorteil die bessere Geländegängigkeit ist, sodass sie Wurzeln oder Steine besser bewältigen und eine höhere Stabilität bei Abfahrten bieten.

KinderfahrradKinderfahrrad

Wann sollte man ein Kinder-E-Bike wählen?

Noch vor ein paar Jahren waren Kinder-E-Bikes eine Seltenheit, heute sind sie ein fester Bestandteil des Angebots weltweit führender Hersteller. Sie werfen jedoch die Frage auf: Werden Kinder dadurch nicht faul? Praktische Erfahrungen zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist. Ein E-Bike dient oft dazu, Leistungsunterschiede auszugleichen und ermöglicht es der Familie, Zeit miteinander zu verbringen.

Wann sollte man also über ein E-Bike für ein Kind nachdenken? Wenn ihr aktive Eltern seid und euere Ausflüge normalerweise 40 km mit einem Höhenunterschied von sagen wir 800 Metern umfassen, wird das Kind auf einem klassischen Fahrrad nicht mithalten können. Ein E-Bike ermöglicht es, dass alle die Fahrt genießen können, ohne dass Sie das Kind am Seil ziehen müssen.

Für ein Kind, das körperlich nicht mithalten kann, kann Radfahren zu einem Schrecken werden. Der Motor hilft ihm, die schwierigsten Abschnitte zu überwinden, wodurch es mit einem Lächeln und einem Gefühl des Sieges nach Hause kommt, anstatt völlig erschöpft zu sein.

Bei der Auswahl eines Kinder-E-Bikes sollten Sie nicht nur auf die Motorleistung achten, sondern insbesondere auf dessen Verhalten:
  • Gewicht: Dies ist der größte Nachteil. Akku und Motor fügen Kilogramm hinzu (üblicherweise 15 – 18 kg). Das Kind muss in der Lage sein, das Fahrrad sicher zu beherrschen, insbesondere beim Rangieren im Stand oder bei einem Sturz.
  • Sanfter Leistungsanstieg: Günstige Motoren können „ruckeln“. Für ein Kind ist es entscheidend, dass der Motor sensibel einsetzt, sonst kann das Fahrrad bei einem technischen Anstieg unerwartet unter dem Po „wegschießen“.
  • Geschwindigkeitsbegrenzung: Die meisten Kinder-E-Bikes haben eine auf 20 km/h begrenzte Unterstützung (anstelle der standardmäßigen 25 km/h). Dies dient der Sicherheit, da die Reaktionszeit von Kindern länger ist.
  • Akkukapazität: Kinder sind leicht, sodass sie auch mit einem kleineren Akku (z.B. 250 – 400 Wh) große Distanzen zurücklegen können. Ein kleinerer Akku hält zudem das Gesamtgewicht des Fahrrads niedriger.

Ein E-Bike für Kinder ist kein Ersatz für Bewegung, sondern ein Werkzeug zur Erweiterung des Horizonts. Wenn Ihr Kind Bewegung liebt, Sie es aber bremsen, weil es „nicht so weit fahren kann“, oder es umgekehrt Sie bremst, ist ein E-Bike eine großartige Lösung. Wenn das Kind jedoch keine grundlegende Technik auf einem klassischen Fahrrad beherrscht, wird der Motor diese nicht ersetzen – die Fahrtechnik sollte es primär auf einem klassischen, leichten Fahrrad lernen.

Bremshebelreichweite – kleine Hände brauchen einen speziellen Ansatz

Viele Eltern gehen davon aus, dass, wenn ein Fahrrad als „Kinderfahrrad“ bezeichnet wird, alles daran automatisch an das Kind angepasst ist. Oft ist das jedoch nicht der Fall – insbesondere bei den Bremshebeln. Die Handfläche eines Kindes ist deutlich kürzer und die Finger haben nicht die gleiche Kraft wie die eines Erwachsenen.

Warum ist die Einstellung der Reichweite (Reach) so wichtig? Wenn das Kind die Finger „strecken“ muss, um die Hebelspitzen überhaupt zu erreichen, verliert es den festen Griff am Lenker (Griffe). Dies kann im Gelände oder bei einem plötzlichen Stoß dazu führen, dass der Lenker aus der Hand rutscht.

Die größte Kraft kann ein Finger entwickeln, wenn er im Gelenk leicht angewinkelt ist. Ist der Hebel zu weit entfernt, bremst das Kind nur mit den Fingerspitzen, was für ein abruptes Anhalten einfach nicht ausreicht.

Wie stellt man es richtig ein? Die meisten modernen Kinderfahrräder (ob mit Felgen-V-Bremsen oder Scheibenbremsen) haben an der Innenseite des Bremshebels eine kleine Einstellschraube (üblicherweise für einen Inbusschlüssel). Durch Anziehen der Schraube bewegen Sie den Hebel näher an den Lenker (Griff).

Idealzustand: Das Kind sollte die Finger so auf dem Hebel liegen haben, dass das erste Glied von Zeige- und Mittelfinger bequem das Hebelende umschließt, ohne dass die Handfläche den Griff loslassen muss.

Bei extrem kleinen Händen und wenn der Hebel sehr nah an den Lenker herangezogen wird, achten Sie darauf, dass der Hebel beim vollständigen Drücken nicht am Griff anschlägt, bevor das Fahrrad zum Stehen kommt. Dann muss auch die Zugspannung oder die Entlüftung der Hydraulik eingestellt werden.

Unser Tipp: Wenn Sie ein Fahrrad für die Kleinsten kaufen, suchen Sie nach Modellen mit der Bezeichnung „Short Reach“. Diese Hebel sind kürzer und haben ein angepasstes Übersetzungsverhältnis, sodass selbst ein schwacher Kinderdruck eine starke Bremswirkung hervorruft. Bei Premium-Modellen findet man heute auch hydraulische Bremsen, die für Kinder ideal sind – sie erfordern nämlich minimale Bedienkraft.

Zubehör, das sich definitiv als nützlich erweisen wird

Man muss sagen, dass es mit dem Kauf des Fahrrads allein nicht getan ist. Wenn du in nichts anderes mehr investieren möchtest, ist ein Helm buchstäblich ein „Must-have“. Er bildet wirklich die Grundlage der Sicherheit, und es spielt keine Rolle, ob wir über Laufräder oder Fahrräder für größere Kinder sprechen. Heute gibt es eine Auswahl für alle Kategorien, und es gibt nichts Besseres, als dem Kind von Anfang an beizubringen, einen Helm zu tragen. Ideal ist es, wenn du ihn auch überall trägst und mit gutem Beispiel vorangehst.

Kleiner Radfahrer schaut auf GraffitiKleiner und großer Radfahrer

Sehr nützliche Ergänzungen sind anschließend verschiedene Lichter, eventuell reflektierende Elemente (Bänder, Westen, Klettverschlüsse usw.). Sie kosten nicht viel, erhöhen aber die Sicherheit erheblich, selbst bei gewöhnlicher Bewegung in der Wohnsiedlung. Schließlich fahren auf den Wegen oft Roller, Radfahrer usw., und ein gut sichtbares Kind ist das Mindeste, was du für seine passive Sicherheit tun kannst.

Kinderfahrrad, Laufrad
Und es ist sicherlich gut, noch Schutzelemente wie Handschuhe oder Protektoren zu erwähnen. Besonders Handschuhe empfehlen wir unbedingt, da sich das Kind bei normalen Stürzen die Handflächen nicht aufschürft, die oft „gefährdet“ sind. Heute gibt es eine breite Palette an Kindergrößen und verschiedenen Farben zur Auswahl, sodass wirklich jeder fündig wird.

Im MTBIKER Shop findest du eine große Auswahl an Modellen.
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Fotoquelle: Redaktionsarchiv
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