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Welche Ausrüstung sollte man für einen Roadtrip mitnehmen?

Was sollte man alles für eine Tour einpacken? Lässt sich die Ausrüstung überhaupt der Dauer der Tour anpassen?

Rennradausfahrten und der Rennradsport an sich unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt vom Mountainbiken – sie setzen auf Minimalismus. Obwohl es keine feste Regel ist, trifft man selten einen Rennradfahrer mit Rucksack auf dem Rücken. Im heutigen Artikel besprechen wir, was, wie und wohin man packt. Neben den „klassischen“ Tipps werde ich auch einige meiner „Life Hacks“ einstreuen, die ich mir über die Jahre angeeignet habe.

Fahrradausrüstung

Ausrüstung, die auf jeder Ausfahrt nützlich sein kann

Egal ob du eine 20-Kilometer-Runde zum Beine-Lockern drehst oder dich allmählich an 100-Kilometer-Ausfahrten wagst, einige Ausrüstungsgegenstände bleiben immer gleich:
  • Licht/Rücklicht – vielleicht ein schon zu oft besprochenes Thema, aber eine passende Beleuchtung ist eines der grundlegenden Elemente für sicheres Fahren und sollte in der Ausrüstung auf keinen Fall fehlen. Erst recht, wenn wir im Frühling oder Herbst fahren, wenn die Tage kürzer sind und die Bedeutung der Beleuchtung umso größer ist.

Licht, Rücklicht, FahrradbeleuchtungLicht, Rücklicht, Fahrradbeleuchtung

  • Helm – wir haben nur eine Gesundheit, deshalb sollten wir sie bestmöglich schützen und bei jeder einzelnen Ausfahrt einen Helm tragen.
  • Pumpe/CO2-Kartusche – die Wahl hängt davon ab, wie sehr du auf Ökologie achtest, wie eilig du es hast und wie sehr du aufs Gewicht schaust. Ich bin seit Langem einer klassischen Minipumpe treu und habe derzeit das Modell Lezyne Pocket Drive Pro dabei. Pumpen bieten den Vorteil der Wiederverwendbarkeit, CO2-Kartuschen hingegen eine höhere Aufpumpgeschwindigkeit und in den meisten Fällen auch ein günstigeres Gewicht. Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass auch das Aufpumpen eines Reifens mit einer Kartusche nur eine temporäre Lösung ist. Da CO2 schneller durch die Poren des Schlauchs (oder Reifens) entweicht als Luft, sollte eine CO2-Kartusche nur als „Notlösung für die Heimfahrt“ betrachtet werden.

FahrradpumpeFahrradpumpe am Rahmen befestigt

  • Flickzeug/Tubeless-Flicken – es hängt davon ab, ob du mit Schläuchen oder schlauchlos fährst. Gelegentlich kann es vorkommen, dass ein Defekt die Kräfte der Dichtmilch übersteigt, und in einer solchen Situation hilft nur ein Tubeless-Flicken. Flickzeug für Schläuche ist wiederum klein, leicht und handlich, und damit repariert man einen Platten wirklich sehr schnell. Doch wenn du keine Zeit verlieren willst, gibt es immer noch…

Flickzeug

  • Ersatzschlauch – die schnellere Alternative zum Flicken. Und wenn du auch Gewicht sparen möchtest, können leichtere TPU-Schläuche eine gute Reserve sein. Ob du dich jedoch fürs Flicken entscheidest oder nur das Innere des Reifens überprüfst und einen neuen Schlauch einlegst, du wirst auf jeden Fall brauchen…
  • Reifenheber – einer der Grundpfeiler für den Erfolg bei der Reparatur eines Plattens. Denn vor dem Wechseln oder Flicken des Schlauchs muss zuerst der Reifen von der Felge gehoben werden. Und wenn du steife Reifen hast, können sie auch beim erneuten Aufziehen erheblich helfen.
  • Multitool – eine lockere Schraube ist zwar ein kleines technisches Problem, aber es lohnt sich definitiv nicht, es zu ignorieren. Und selbst ein günstigeres Multitool kann in einer solchen Situation den Tag retten.
  • Kettenschloss – obwohl eine gerissene Kette auf der Straße wirklich eine seltene Panne ist, nimmt ein Kettenschloss so wenig Platz ein, dass es sich definitiv lohnt, eines dabei zu haben.

Multitools und ReifenheberKettenschloss, Tubeless-Flicken

  • Taschentücher und Gummihandschuhe – vielleicht etwas ungewöhnliche Tipps, aber glaubt mir, wenn euch die Kette herunterfällt, werdet ihr diese Handschuhe wirklich zu schätzen wissen. Dasselbe gilt, wenn ihr einen Schlauch in einen mit Dichtmilch verschmutzten Reifen einsetzt.
  • Bargeld – ich habe mir angewöhnt, auch Bargeld mitzunehmen, da es vorkommen kann, dass man ein Espresso, ein Stück Kuchen oder eine andere, für Rennradfahrer lebenswichtige Sache nicht mit Karte bezahlen kann.
  • Dokumente, ICE-Karte und geladenes Handy – falls wider Erwarten etwas passieren sollte…

Life Hack von Cepa: Am Schlüsselbund könnt ihr Kleinigkeiten wie einen Steckschlüssel für Radachsen oder ein Werkzeug zum Festziehen des Ventileinsatzes mitführen.


Was sollte man sonst noch in Betracht ziehen?

Weitere Dinge, die ich gewöhnlich mitnehme, hängen von der Länge der Ausfahrt und auch vom Wetter ab. Die Ernährung zu besprechen, wäre ein eigener Artikel. Für mich persönlich halte ich mich an Imros Motto: „Je länger die Ausfahrt, desto normaler die Verpflegung.“ Wenn ich also eine kürzere und schnelle Runde plane, komme ich mit ein bis zwei Riegeln oder einer Banane aus. Bei längeren Ausfahrten packe ich hingegen gerne ein belegtes Baguette ein.

Life Hack: Wenn ihr wie ich auf isotonische Getränke „abfahrt“ und eine lange Strecke vor euch habt, empfehle ich, etwas Pulver aus der großen Dose in eine Brausetablettenverpackung umzufüllen. Und schon habt ihr quasi „zwei Flaschen“ mehr dabei.

TrinkverhaltenSIS-Riegel

Die Satteltasche ist der Schlüssel zum Erfolg

Die wohl ästhetischste Lösung für die gesamte Problematik ist die Satteltasche. Diese gibt es heute in verschiedenen Größen, sodass jeder genau die passende finden kann, die ihm optisch gefällt und in die gleichzeitig alles Notwendige hineinpasst. Man sollte jedoch bei der Auswahl eines bestimmten Modells vorsichtig sein – nicht alle Taschen sind mit allen Sattelgestellen kompatibel.

Als Beispiel kann ich anführen, dass ich an meinem ersten Rennrad eine PRO MAXI QR Tasche hatte, die mittels eines Kunststoffadapters am Sattel befestigt wurde. Dieser passte natürlich nicht unter den Sattel meines Superior. Heutzutage gibt es jedoch viele Taschen, die mit Klettverschlussbändern am Sattelgestell befestigt werden, was ihre Vielseitigkeit erheblich erhöht.

Trikot mit Sachen beladenFahrradtasche

Und was packt man wohin? Das hängt stark davon ab, welche Abmessungen deine Ausrüstung hat. Ich persönlich habe zum Beispiel immer zuerst die Pumpe ausgewählt und danach die Größe der Satteltasche – es war mir nämlich unangenehm, wenn sie aus der Trikottasche herausragte. Eine Alternative kann aber auch die Befestigung der Pumpe neben dem Flaschenhalter sein. Was den Rest betrifft, so kann auch eine Werkzeugbox, die immer beliebter wird, eine clevere und ästhetische Lösung sein. Sie eignet sich jedoch eher für kürzere Ausfahrten, da man automatisch auf eine Trinkflasche verzichten muss. Ich habe derzeit folgendes Setup dabei:
  • Satteltasche – Pumpe, Taschentücher, Handschuhe, andere Kleinigkeiten. Tubeless-Flicken nehme ich nicht mit, da ich Inserts fahre und diese im Notfall für die Heimfahrt ausreichen würden.
  • Trikot – Handy, Geldbörse, Schlüssel. Und auch alles Essen und Ersatzkleidung.

Und wie sieht es bei dir und deinem „Setup“ aus? Nimmst du bei Rennradausfahrten etwas Besonderes mit?
Fotoquelle: Redaktionsarchiv
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