Upgrade dein MTB sinnvoll
Es gibt Fahrradkomponenten, die sich sehr leicht austauschen lassen, keine horrenden Summen kosten müssen und trotzdem einen enormen Einfluss auf das Fahrverhalten haben.
Vielleicht weißt du, dass es drei Kontaktpunkte gibt, die dich mit dem Fahrrad verbinden – Lenker, Sattel und Pedale. Im heutigen Artikel werfen wir einen Blick auf die ersten beiden, die wahrscheinlich den größten Anteil am Gesamtkomfort beim Fahren im Gelände haben. Durch ihren Austausch kannst du die gewünschten Eigenschaften hinsichtlich der Fahrposition erreichen, womit auch die Beseitigung unangenehmer Empfindungen einhergeht.Gehen wir Schritt für Schritt vor und betrachten die grundlegenden Eigenschaften anhand von Produkten der Marke PRO. Ihr Sortiment umfasst unter anderem eine große Auswahl an Lenkern, Vorbauten, Griffen und Sätteln.
So wählst du den richtigen MTB-Lenker
Die Wahl des Lenkers für dein Mountainbike kann deinen Komfort, die Kontrolle über das Fahrrad und somit das gesamte Fahrerlebnis erheblich beeinflussen. Lenker sind nicht nur eine Frage des Designs – ihre Abmessungen, Form und Material haben einen direkten Einfluss darauf, wie du dich auf dem Fahrrad fühlst. Welche grundlegenden Eigenschaften solltest du bei der Auswahl eines MTB-Lenkers berücksichtigen?
Lenkerbreite
- Schmalere Lenker (700–740 mm) – Geeignet für XC (Cross-Country), wo Effizienz und geringes Gewicht im Vordergrund stehen.
- Breitere Lenker (760 mm und mehr) – Bieten bessere Stabilität und Kontrolle bei Abfahrten (Enduro, Trail, Downhill).
Breitere Lenker verbessern die Kontrolle in technischem Gelände, können aber auf engen Trails weniger praktisch sein. Ebenso ist es sehr wichtig, die Körpergröße, genauer gesagt die Schulterbreite und Armlänge, zu berücksichtigen. Robuste Fahrer werden natürlich einen breiteren Griff schätzen, während zierlichere Personen unnötig „gestreckt“ werden könnten. Der Vorteil ist, dass breitere Lenker fast immer gekürzt werden können, umgekehrt geht es nicht...

Rise oder Lenkerhöhe
Wird in Millimetern angegeben (z.B. 0 mm, 20 mm, 35 mm).- Flat (0 mm) – Für eine aggressivere Position, geeignet für XC.
- High-Rise (20 mm+) – Für eine komfortablere Sitzposition und besonders für technische Disziplinen (Enduro, Trail), wo ein größerer Rise ein Gefühl der Sicherheit in steilen Abschnitten vermittelt.
Sweep – Lenkerkrümmung
- Backsweep – Krümmung nach hinten (üblicherweise 7–9 Grad).
- Upsweep – Krümmung nach oben (üblicherweise 0–5 Grad).
Ein größerer Backsweep reduziert die Belastung der Handgelenke und Schultern, was zu einer komfortableren Sitzposition führt. Bei aggressiverem Fahren in technischem Gelände kann er hingegen das Gefühl der „Kontrolle“ über das Vorderrad etwas verringern und reduziert auch den Hebel beim Lenken.
Der Vorteil eines größeren Upsweeps ist die natürlichere Ausrichtung der Ellbogen nach außen, was eine aggressive Abfahrtsposition verbessert, aber andererseits für manche in längeren Anstiegen unbequem sein kann. Zusammen mit einem hohen Rise kann dies letztendlich zu einer zu aufrechten Sitzposition führen.

Material
Aluminium:- Preiswert.
- Gute Haltbarkeit und etwas höheres Gewicht.
Carbon:
- Leichter und dämpft oft Vibrationen besser.
- Teurer und etwas anfälliger für Beschädigungen bei Stürzen.

Die Wahl hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Wenn du nicht das geringstmögliche Gewicht oder eine zusätzliche Vibrationsdämpfung benötigst, leisten Aluminiummodelle hervorragende Dienste. Zudem sind sie auch für härtere Beanspruchung geeignet. Der Gewichtsunterschied zwischen Carbon und Aluminium bei ähnlichen Typen beträgt ca. 60-80 Gramm.
Für XC greife zu einem der „geraden“ Modelle, für technisch anspruchsvolleres Fahren scheue nicht, Riser-Lenker auszuprobieren und dein Selbstvertrauen kann deutlich steigen.
Lenkerklemmdurchmesser
Es ist sehr wichtig zu prüfen, welchen Durchmesser der Vorbau (Klemmbereich) hat und den Lenker entsprechend auszuwählen. Wenn du einen komplett neuen Cockpit auswählst, kann der Durchmesser ebenfalls die resultierenden Eigenschaften beeinflussen:- 31,8 mm – Älterer, aber immer noch gängiger Standard.
- 35 mm – Neuerer Standard, der darauf abzielt, mehr Steifigkeit insbesondere für Gravity-Disziplinen zu bieten.

Griffe als wichtiger Bestandteil
Du würdest nicht glauben, welches Fahrgefühl gut gewählte Griffe ermöglichen, denn sie bilden den primären Kontakt zum Fahrer. Scheue nicht, ein wenig zu experimentieren; wenn deine aktuellen Griffe nicht passen, hast du angesichts ihres Preises im Grunde nichts zu verlieren.Und ein Tipp von uns: Wenn du bei längeren Fahrten immer noch starken Druck verspürst und deine Sitzposition bereits optimiert ist, schaue dir ergonomische Modelle mit einem verbreiterten (abgeflachten) äußeren Bereich an – sie könnten genau das sein, wonach Sie so lange gesucht haben.
Wie wählt man den richtigen Vorbau?
Die Wahl des richtigen Vorbaus ist ebenso entscheidend für eine komfortable und effiziente Fahrt – sie beeinflusst die Position auf dem Fahrrad, die Lenkpräzision und den Gesamtkomfort. Die Marke PRO bietet Vorbauten für verschiedene Fahrstile – von Cross-Country über Trail bis hin zu Enduro.Im Folgenden werden wir uns ansehen, welche Eigenschaften zu beachten sind und welchen Einfluss sie auf das Fahrgefühl haben. Dies gilt zusätzlich zum Durchmesser, den wir bereits bei den Lenkern weiter oben im Artikel besprochen haben.

Vorbaulänge
- Kürzer (≤ 60 mm) – Bietet ein schnelleres, aggressiveres Lenkverhalten.
- Länger (70–90 mm) – Verleiht einen sportlicheren Charakter, wobei die Trail-Eigenschaften des Fahrrads erhalten bleiben.
- Länger (100 mm+) – Dient hauptsächlich dazu, die Sitzposition deutlich zu verlängern.
Man muss sagen, dass sich die Vorbaulänge in den letzten Jahren mit dem Aufkommen moderner Fahrradgeometrien, insbesondere mit einem längeren Rahmendreieck, erheblich verändert hat. Selbst im modernen XC findet man kaum noch Vorbauten, die länger als 90 mm sind.
Durch eine Änderung kannst du deine Sitzposition jedoch fein auf die gewünschten Eigenschaften abstimmen. Achte auf drastische Änderungen, die einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtgeometrie des Fahrrads haben können.

Winkel
Vorbauten mit Nullwinkel ermöglichen es, die natürliche Lenkerhöhe beizubehalten. Vorbauten mit Rise hingegen ermöglichen es, die Aggressivität der Sitzposition zu erhöhen/verringern, auch wenn die Spacer nicht mehr verschoben werden können. Zum Beispiel bietet das Modell LT Versionen mit Winkeln von ±6, ±17 und ±35 Grad. Wenn du immer noch mit deiner Sitzposition „experimentierst“, ist ein verstellbarer Vorbau im Bereich von -30 bis +40 Grad ein ausgezeichneter Tipp.Was das Material betrifft, so hast du hier eine sehr einfache Wahl, da es sich fast immer um eine Aluminiumlegierung handelt. Carbon wird hauptsächlich im Rahmen eines integrierten Cockpits verwendet, also bei der Kombination von Lenker und Vorbau.
Eine interessante Neuheit im PRO-Sortiment ist die Kombination aus dem PRO Tharsis EVO Lenker und dem PRO Tharsis Vorbau. Abgesehen davon, dass sie perfekt zusammenpassen und Sie sie weiterhin anpassen können, bieten sie auch eine integrierte Kabelführung, was erheblich dazu beitragen kann, das Cockpit „aufzuräumen“ und ein optisch ansprechendes Gesamtbild zu schaffen. Und manche werden sich auch über die Möglichkeit freuen, ihr „Cockpit“ mit hochwertigen Aufklebern perfekt an ihr Bike anzupassen.
MTB-Sättel
Die Wahl des passenden Sattels kann ein sehr komplizierter Prozess sein, doch die Marke PRO hat ihn erheblich vereinfacht, wenn wir uns die Kategorie für den Geländeeinsatz ansehen. Die Basis bildet die verkürzte Version der Sättel namens Stealth Offroad. Ihre geschwungene Form im hinteren Bereich bietet Halt und die anatomisch stark ausgearbeitete Sattelspitze ermöglicht komfortables Treten auch in extrem steilen Abschnitten.Alles wird durch eine ausreichende Polsterung unterstützt, und die Aussparung im mittleren Bereich reduziert den Druck auf den empfindlichen Nervenbereich erheblich. Für eine sportlichere Fahrweise ist die Version mit dem Zusatz „Performance“ geeignet. Beide sind in den Breiten 142 oder 152 mm erhältlich. Diese Sättel wirst du lieben, besonders wenn du eine sportlichere Position bevorzugst.
Falls es dich eher in technisches Gelände, auf Trails oder ins Enduro zieht, schaue dir ein Modell wie den MSN 1.3 Enduro an. Mit seiner Ausführung eignet er sich für lange „Uphills“ und bringt dich in eine neutrale Position. Hohe Strapazierfähigkeit ist selbstverständlich.
Man kann sagen, dass dir mit großer Wahrscheinlichkeit das eine oder andere Modell zusagen wird, vorausgesetzt, du wählst den bevorzugten Stil und misst die Breite deiner Sitzknochen.











