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Meine Top-Investitionen im Rennradsport

Wir haben ein Fahrrad, wir fahren damit, doch mit der Zeit spüren wir das Bedürfnis, einen Schritt weiterzugehen. Worin lohnt es sich, im Rennradfahren zu investieren?

Als ich mir mein erstes Rennrad kaufte, sagte ich mir, dass ich damit etwa zehn Jahre fahren würde und mir dann ein schönes Carbonrad zulegen würde. Innerhalb von 3 Jahren war ich schon auf den Straßen mit meinem SUP unterwegs. Früher hielt ich eine Sigma mit 23 Funktionen für das Nonplusultra. Zwei Jahre vergingen, und plötzlich prangte ein Wahoo an meinem Vorbau.

Mit zunehmenden Kilometern sammelt man Erfahrungen und entwickelt Präferenzen. Die Fahrradindustrie wiederum wirft einem dabei eine Menge Versuchungen und Verlockungen vor die Füße. Die Frage bleibt – was sich am meisten lohnt?

1. Carbonlaufräder

Auf gute Laufräder schwöre ich. In letzter Zeit fällt mir oft auf, dass Leute vor dem Dilemma stehen: mechanische vs. elektronische Schaltung? Subjektiv bewerte ich es so, dass man lieber bei der Elektronik spart und dieses Geld dann in hochwertige Laufräder investiert. Und es geht nicht nur ums Gewicht.

Ich zum Beispiel habe beim Wechsel von ca. 35 mm Aluminiumfelgen auf 44 mm Carbonfelgen kaum etwas gespart. Doch die Steifigkeit beim Fahren im Stehen, die Reaktion des Fahrrads und die optimierten aerodynamischen Eigenschaften sind etwas, das kaum eine Aluminiumfelge leisten kann. Teurere Laufräder sind meistens auch mit hochwertigeren Naben und Lagern verbunden. Und das kann den einen oder anderen Watt sparen.

(Übrigens, um euch nicht an der Nase herumzuführen – wenn wir materialtechnisch die gleiche Felgenhöhe vergleichen, ist auch die Gewichtsersparnis oft beträchtlich.)


2. Hosen und Handschuhe

Der Begriff „hochwertige Radhose“ taucht in unserer Serie sicherlich nicht zum ersten Mal auf. Radhosen sind ein Posten, bei dem es sich nicht lohnt zu sparen. Ich weiß, wovon ich spreche, vor langer Zeit bin ich in Shorts einer bestimmten Kette gefahren. Als ich sie dann nach Jahren einmal wieder anprobiert habe, habe ich nicht verstanden, wie ich das überhaupt aushalten konnte.

Wenn man natürlich gerade erst mit dem Radfahren anfängt, muss man auch nicht gleich in das teuerste Modell von Assos investieren – die Vorzüge solcher Hosen spüren eher die Erfahreneren. Grundlegend sind die richtige Größe, eine gute Passform und nicht zuletzt das Sitzpolster. Das Ganze ist eine ziemlich individuelle Angelegenheit und manchmal muss man einfach ausprobieren, bis man seine Marke/sein Modell gefunden hat…

Sportful Supergiara
Beim Komfort bleiben wir aber noch und gehen zum nächsten Kontaktpunkt über. So wie wir versuchen, Unebenheiten am Gesäß mit dem Sitzpolster zu dämpfen, sollten sie auch an den Händen mit Handschuhen gedämpft werden. Zumindest bei längeren Fahrten. Diesmal geht es eher um die Sympathie für eine bestimmte Marke, wenn man lange Touren plant, lohnt es sich, nach einer massiveren Polsterung Ausschau zu halten.

3. Hochwertige Optik

Brillen sind vielleicht ein etwas unterschätztes Accessoire, die meisten Leute sagen sich, dass auch die für 30 € ausreichen. Ja, sie erfüllen ihre Funktion und haben einen wesentlichen Vorteil – wenn man sie demoliert, trauert man ihnen nicht so sehr nach.

In den letzten Jahren sind mir einige Brillen durch die Hände gegangen (namentlich HQBC, Alpina, Adidas) und obwohl es vielleicht etwas klischeehaft klingt, bin ich bei Oakley gelandet. Das eine ist der Augenschutz, ich glaube, den erfüllen alle, sonst würden sie die Normen nicht bestehen. Wesentlicher ist jedoch der Mehrwert der aufhellenden Funktion (bei Oakley ist es die Prizm-Technologie), die ich immer schätze, wenn ich im Wald fahre.

Beliebt sind auch photochrome Brillen, bei denen wir ebenfalls in höhere Preisregionen kommen, die aber bei wechselnden Bedingungen genauso hervorragend ihren Dienst tun. Ein Paradebeispiel, wann ich hochwertige Brillen am meisten schätzte, sind meine früheren Fahrten in die Karpaten von Trnava aus – zuerst direkte Sonne auf den Feldern, später Dämmerung im Wald.

okuliare HQBCokuliare Oakley

4. Flache Lenker

Vielleicht sorge ich für leichte Kontroversen, aber flache Lenker sind definitiv erwähnenswert. Wenn man bereits in ein teureres Fahrradmodell investiert, findet man meistens schon flache Lenker oder ein komplett integriertes Cockpit daran. Wenn nicht, kann man sie natürlich auch separat kaufen. Warum ich das schreibe?

Ich fahre gewöhnlich lange Strecken, und mit lang meine ich etwa 200-300 km. An meinem ersten Rennrad hatte ich klassische Lenker mit rundem Querschnitt, jetzt fahre ich flache. Es genügten mir nur wenige hundert Meter auf dem alten „Renner“, und der Komfortunterschied war markant. So markant, dass ich um keinen Preis mehr zurückwechseln würde.

Wenn man die meiste Zeit an den Brems-/Schalthebeln verbringt (oder die Hände in deren Nähe auflegt), haben solche Lenker einen deutlichen Vorteil. Und das aus einem sehr einfachen Grund – eine bessere Gewichtsverteilung und somit weniger Druck auf die Nerven in der Handfläche. Zudem sind Aero-Lenker meistens aus Carbon gefertigt. Und das bedeutet eine gewisse Nachgiebigkeit des Materials und damit verbundenen höheren Komfort.

Ploché riadidlá
Und was würdet ihr in eure TOP aufnehmen? Eine elektronische Schaltungsgruppe? Besser rollende Reifen? Oder vielleicht einen hervorragend belüfteten Helm? Wie man so schön sagt: 100 Leute, 100 Geschmäcker.
Fotoquelle: Redaktionsarchiv
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